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Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall Rosenberg - Seminare in Berlin und Brandenburg


Marshall Rosenberg

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Marshall Rosenberg ist im Februar 2015 leider verstorben. Er war unser größter Inspirator und Lehrer. Wir sind dankbar, dass wir sein Werk kennengelernt haben und nun weiter geben können. Wir werden niemals seinen unglaublichen Humor und seine Herzensgüte vergessen.

Für mich war Marshall Rosenberg der Mensch, der erstmalig den Wunsch in mir wach geküsst hat, mein Herz überhaupt zu spüren. Durch ihn habe ich realisiert, wie subtil Schuld und Moralvorstellungen  unsere Herzen besetzt halten. Wie fatal jede Form von Bewertung und der Gedanke per se ist, dass es jemand verdient, bestraft zu werden. Ich war immer wieder aufs Neue berührt und begeistert von seiner Radikalität, seinem einzigartigen Humor, dem Mitgefühl und Engagement, mit dem er sich mit seinem ganzen Herzen und Sein dafür eingesetzt hat, dass wir Menschen zu unserem einfühlsamen Wesen zurückfinden können. Wie schade, dass du nicht mehr lebst und wie wunderbar, dass du gelebt hast. Ich danke dir zutiefst für dein Herz, deine Radikalität, deinen Humor und deine Weisheit“ (Teresa Heidegger)

Hier noch ein paar allgemeine Informationen zu ihm.

Dr. Marshall B. Rosenberg (* 6. Oktober 1934 in Canton, Ohio † 7. Februar 2015 in Albuquerque, New Mexico) war Gründer und Direktor des gemeinnützigen Center for Nonviolent Communication. Er hat das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation (GFK), englisch Nonviolent Communication (NVC), entwickelt und gründete 1984 das gleichnamige Zentrum (www.cnvc.org),eine gemeinnützige Organisation deren Vision eine Welt ist, in der die Bedürfnisse aller Menschen auf friedliche Weise erfüllt werden.
Beeinflusst wurde seine Arbeit u. a. von den Erkenntnissen seines Lehrers Carl Rogers  aus der klientenzentrierten Gesprächstherapie und Überlegungen Gandhis zur Gewaltfreiheit. Er selbst sagte immer, dass sein Konzept nichts Neues beinhalte, „alles, was in die gewaltfreie Kommunikation integriert wurde, ist schon seit Jahrhunderten bekannt. Es geht also darum, uns an etwas zu erinnern, das wir bereits kennen – nämlich daran, wie unsere zwischenmenschliche Kommunikation ursprünglich gedacht war.“

1961 promovierte er als klinischer Psychologe an der University of Wisconsin-Madison. 1966 wurde er zum offiziellen Prüfer in klinischer Psychologie von der amerikanischen Prüfungsbehörde für klinische Psychologen ernannt.

1984 gründete Rosenberg das Center for Nonviolent Communication in Sherman, Texas, um seine Ideen und Ansätze allen Interessierten zugänglich zu machen. Diese Einrichtung ging aus seiner jahrelangen Arbeit hervor, die er mit Bürgerrechtlern in den frühen sechziger Jahren geleistet hat. Mit ihnen hatte er Mediationsprogramme und Trainings zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit durchgeführt, um Gemeinden zu unterstützen, die die Rassentrennung an Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen überwinden wollten.

Er war Mitglied des Ehrenschutzkomitees der Internationalen Koordination für die Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit für die Kinder der Welt (2001-2010).

Über mehr als drei Jahrzehnten hinweg hat er seine Seminare überall in der Welt angeboten, sein Konzept wird inzwischen angewandt in Familien, Schulen, in Therapie, Psychotherapie und Beratung, Organisationen und Firmen und bei diplomatischen und geschäftlichen Verhandlungen. Selbst in den Krisen- und Kriegsgebieten greift man auf Rosenberg zurück, um gewaltfreie Kommunikation, selbst zwischen verfeindeten Volksgruppen, zu fördern (z. B. in Israel, Palästina, Ruanda und Kroatien). So haben 1994 serbische Pädagoginnen und Psychologen, unterstützt von Unicef, ein dreibändiges Werk zum Erlernen gewaltfreier Kommunikation nach Rosenbergs Methode für Kindergärten und Schulen entwickelt.

Literatur (eine kleine Auswahl)

  • Marshall B. Rosenberg: Konflikte lösen durch gewaltfreie Kommunikation. Ein Gespräch mit Gabriele Seils. Freiburg i. Breisgau. Herder Verlag. 2004 (unsere Empfehlung zum Einstieg. Verdeutlicht die grundelgende Haltung der GFK)
  • Marshall B. Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens.. Junfermann, 6. veränd. Auflage 2007. (Das Grundlagenbuch, wenn man auch in die Anwendung einsteigen will).
  • Marshall B. Rosenberg: Das Herz gesellschaftlicher Veränderung. Wie Sie Ihre Welt entscheidend umgestalten können. Paderborn: Junfermann, 2004. (Zum sozialen Wandel)
  • Marshall B. Rosenberg: Erziehung, die das Leben bereichert. Gewaltfreie Kommunikation im Schulalltag. Paderborn: Junfermann. (Für Lehrer und Eltern sehr zu empfehlen)
  • Marshall B. Rosenberg: Die Sprache des Friedens sprechen. Paderborn: Junfermann, 2006. (Hier wird der spirituelle Aspekt der GFK sehr gut deutlich)
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